Vereinschronik 
Die Vereinsgründung
Am 17. April des Jahres 1958 treffen sich 12 Personen im Gasthaus Reichardbräu in Landshut um Erfahrungen und Interessen mit Ihrem gemeinsamen Hobby auszutauschen. Aus diesen modelleisenbahninteressierten Personen wurden dann die Gründungsmitglieder des MECL.

Das erste offizielle "Clubtreffen" fand am 08.Mai 1958 im damaligen Clublokal, dem Wittelsbacher Hof, statt. Damals beherrschte hauptsächlich wie bei den meisten Modellbahnern nur ein Thema die Runde: Wo könnte man einen Raum für eine Vereinsanlage bekommen?

Die erste Modelleisenbahnausstellung des jungen MECL mit der Privatanlage eines Clubmitgliedes, die in gemeinsamer Arbeit zur Ausstellungsanlage hergerichtet wurde, fand am 28. November 1958 statt.


Das Vereinsheim
Am 29. März 1960 stellt die damalige Bundesbahndirektion (BD) Regensburg einen Raum im Untergeschoss des Landshuter Bahnhofes dem MECL zur Verfügung. Dieser Raum ist heute der Clubaufenthaltsraum. Ab diesem Zeitpunkt begann rasch der Aufbau einer eigenen Vereinsanlage

Im März 1965 konnte der Verein den großen Raum vor dem bisherigen Vereinsraum (der heutige Anlagenraum) angemietet werden. Um diesen großen Raum damals mit einer Anlage nutzen zu können, wurden drei verschiedene Anlagen gebaut, nämlich eine Clubanlage und zwei private Anlagen, die allerdings miteinander verbunden wurden.


Die Anlage
Die erste Ausstellung im großen Anlagenraum fand vom 11.11. bis 03.12.1967 statt. Die damals ausgestellte Anlage hatte eine Modellbahnfläche von ca. 55qm, ca. 300m Gleis, 120 Weichen und ca. 20 Züge. 3000 Besucher zeigten damals ein reges Interesse an dieser Modellbahn.

1971 wurde ein erster größerer Umbau an der Anlage auf der heutigen Kopfbahnhofhälfte begonnen.

1981 bekommt der MECL nach einem Bahnhofsbrand die heutige Werkstatt hinzu. Dieser Raum war bis dahin mit einer privaten Märklinanlage belegt gewesen.

Das erste rechnergesteuerte Stellpult des MECL ging 1983 am Kopfbahnhof in Betrieb.

Der Abriss und Neuaufbau des rechten Anlagenteils wurde 1986 in Angriff genommen, um einen großen halbautomatischen Schattenbahnhof zu integrieren.

Nachdem der rechte Anlagenteil wieder einige Jahre im Betrieb war, wurde der linke Anlagenteil 1994 ab dem Kopfbahnhof in Angriff genommen. Der Neubau sollte einen weiteren rechnergesteuerten Schattenbahnhof und eine Schmalspurbahn bekommen. Ebenso wurde der Trennungsbahnhofs und die Streckenführung der Fernstrecke neu gestaltet.

Im Jahr 2003 wurde die elektronische Steuerung am Hauptbahnhof in Betrieb genommen.

Von 2006 bis 2012 erfolgte der Umbau des Kopfbahnhofes. Teile befinden sich aufgrund ihrer Komplexität und Umfangs immer noch in Errichtung, wie die Oberleitung und die Steuerung der Schiebebühne.

Seit 2015 wird Stück für Stück der Hauptbahnhof umgebaut.

Seit 2019 wird die Schmalspurbahn umgebaut. Dazu gehört die vollständige Digitalisierung und eine vollautomatische Zugsteuerung über einen PC, sowie der Bau von zwei Abstellgruppen.

Seit 2019 befindet sich auch die Nebenbahn im Umbau. Zum Vorhaben zählen die vollständige Digitalisierung, der Neubau des Stelltisches, samt Integration des am Hauptbahnhof neu gebauten Museums-Dampf-BW und die Gestaltung des Bahnhof Vorplatzes am Hauptbahnhof Nord.


Weitere Details können Sie der Anlagenbau Chronik entnehmen.



Der Verein und sein Umfeld
Mit der zunehmende Größe des Vereins wurde auch die Struktur angepasst. Der Verein gab sich eine neue Satzung und ist am 10.02.1979 als “MECL e V.” am Registergericht in Landshut eingetragen worden.

Sein 25jähriges Bestehen konnte der MECL 1983 in feierlichem Rahmen mit einer Sonderfahrt des “Gläsernen Zuges “ über Salzburg, Wörgl und Rosenheim begehen.

Mit der Umwandlung der DB in eine DBAG änderten sich die Sicherheitsanforderungen an unsere Räume. Im Juni 2000 verhängte die Bahn aus feuerpolizeilichen Gründen ein Nutzungsverbot über die Vereinsräume. Nach längeren Verhandlungen wurde 2001 dieses Problem durch zusätzliche Fluchtwege und sonstige Schutzmaßnahmen gelöst.

Im Jahr 2003 wurden das Clublokal renoviert.

Im Jahr 2003/2004 fanden umfangreiche Baumaßnahmen über uns in der Schalterhalle statt, die uns allerei Staub, Schmutz und sonstige Unannehmlichkeiten bereiteten. Jedoch erfuhr der Anlagenraum durch den Ausbau der Heizungsanlage eine deutliche Aufwertung.

Zwischenzeitlich sind alle Baumaßnahmen am Bahnhof abgeschlossen und kleinere Probleme können aufgrund des guten Kontaktes zur Bahnhofsleitung problemlos gelöst werden. Der Verein ist nicht nur zusehender Mieter im Bahnhofsleben, sondern wird auch gerne als Teilnehmer bei diversen Veranstaltungen, die vom Bahnhof durchführt werden, mit eingebunden.


Die Kontakte nach Außen
Obwohl der Verein im Keller mit dicken Betonmauern umgeben ist, gelang es trotzdem viele Kontakte zu anderen Modelleisenbahnvereinen zu knüpfen. Bereits im September 1961 entstand der erste Kontakt mit dem Salzburger Eisenbahn Modellbau Club SEMC (jetzt 1.SMEC), der sich bis heute in einer beispiellosen Freundschaft erhalten hat. Weiterhin bestehen Verbindungen zu Eisenbahnclubs in Regensburg, Eggenfelden, Taufkirchen, Freising, zu Kraus Maffei München und internationale Verbindungen nach Österreich oder Italien mit dem Club in Schio, der Partnerstadt von Landshut.

Als Basis für diese Zusammenstellung diente eine, von einem Gründungsmitglied handschriftlich geführte Vereinschronik. Zusammen mit den Tuscheillustrationen, die den Bahnbetrieb aus unserer Umgebung zeigt, macht diese Chronik besonders sehenswert.
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